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IRONMAN WORLD CHAMPIONSHIP 2009

www.ironman.com
DNF (did not finish) - Rückenschmerzen und Ironman Hawaii (English below)
Es tut weh ein DNF beim wichtigsten Rennen des Jahres verdauen zu müssen. Es war aber eine Entscheidung, die ich selber getroffen habe und zu der ich stehen kann.
Kurz vor Hawaii musste ich mich einer endoskopischen OP unterziehen, die eigentlich gut verlaufen ist. Aber auch ein solcher Eingriff muss verdaut werden. Es lagen nur knappe zwei Monate zwischen dem Ironman Hawaii und der OP im August.
Auch bin ich Schmerzen am Rücken schon ein wenig gewohnt, mir ging es in der Vorbereitung diesbezüglich auch ziemlich gut. Im Rennen selber hatte ich dann nach einem guten Schwimmen (59:03 Minuten) ziemlich viele Probleme am Rad, sprich Schmerzen über die beiden Glutaeus-Muskeln, am Rücken selber und ins linke Bein.
Auch mit solchen Situationen kann ich umgehen (Diesbezüglich habe ich nun nach dem Rennen meine Position am Rad weiter optimiert und es sieht so aus, als ob diese eine große Erleichterung für die Spannung am Rücken in der Aeroposition bringt). Immerhin fuhr ich am Rad dann trotzdem 125 Plätze zu und kam als 125. Gesamt in die T2.
Als ich dann nach 6:05 Stunden Renndauer vom Rad stieg, hatte ich zunächst das Gefühl, gar keine Kraft mehr in den Beinen zu haben. Ich lief los und erreichte bald den Alií Drive. Kurz zuvor hatte ich von einem unserer Freunde aus Roth am Streckenrand vernommen, dass Yvonne erhebliche technische Probleme mit der Schaltung hatte und nun mit muskulären Problemen kämpfte. Also war es ein „perfekter“ Tag für uns beide!
Und diese Tatsache trug mental nicht gerade zu der Situation bei in der ich mich gerade zurecht finden musste. Der Marathon beim Ironman ist eine Kopfsache, Schmerzen sind dabei die eine Begleiterscheinung eines 9-Stündigen Extremwettkampfes. Doch mit mentaler Härte und Willenskraft ist es immer zu bewältigen.
Irgendwie kamen mir dieses Mal jene Art von Schmerzen nicht mehr als solche vor, die man einfach mit der mentalen Kraft und dem eisernen Willen wegdrücken sollte. Gedanken über meine Gesundheit, nicht nur als Athlet, gingen mir dabei auch durch den Kopf. Es war das erste Mal seit langem, dass ich auf diese Signale hörte. Vielleicht war das gerade die Lernschule für mich. Mehr unterm Jahr im Training nachzugeben, weniger hart zu mir selber zu sein.
Wie gesagt es tut weh beim wichtigsten Rennen des Jahres ein DNF stehen zu haben. Auch, dass ich mit dem momentanen Zwischenstand wahrscheinlich das Hawaiian Double rückwärts gewonnen hätte (bester Athlet nach Ironman 10:15 Stunden). Doch ich schaue nicht mehr zurück. Aber ich habe aus diesem Tag mehr gelernt wie aus manchem perfekten Rennen und habe die Niederlage angenommen.
Was ich noch anmerken möchte: Der Ironman Hawaii hat sich unglaublich verändert. Was mir diesesmal sehr negativ aufgefallen ist, ist die hemmungslose Windschattenfahrerei bei den Amateuren, speziell bei uns weiter vorne. Dabei möchte ich nicht unbedingt den Referees die ganze Schuld geben. Sie versuchen die Athleten im Griff zu haben.
Doch ist die Selbstverantwortung und das Einhalten der Regeln eine Entscheidung, die bei jedem Einzelnen selber anfängt.
Und an diesem Punkt möchte ich auch ein konkretes Beispiel bringen: Wenn z.Bsp. ein ehemaliger Vorarlberger Radprofi entscheidet beim Ironman als Amateur zu starten, sollte er doch wenigstens die Regeln kennen und einhalten. Mich nach 100km und einem Schwimmrückstand von 8 Minuten zu überholen, um dann vor mir in eine vier Mann breite und 6 Reihen lange Gruppe zu fahren (es ist keine Rundfahrt auf Hawaii) und mit Krämpfen und der gleichen Radzeit wie die beste Dame doch noch T2 zu sehen, zeugt nicht von sportlicher Größe.
Zumindest hat dann die Gruppe (nach Intervention von einigen sauber fahrenden Athleten dahinter inklusive mir) ein Karte und vier Minuten Zeitstrafe bekommen. Leider zu wenig. Es sollten 8 Minuten sein für jeden der sich so im Wettkampf verhält!!! Danach ist es auch keine Kunst noch einen halbwegs normalen Marathon hinzubekommen.
Ehrlichkeit fängt bei sich selber an. Dies ist nur ein Beispiel dessen was ich draußen auf der Radstrecke beobachten musste. Es ist eine Sache, die eine Eigendynamik entwickelt, eine Fortsetzung der Entwicklung der Windschattenproblematik bei den meisten Ironman- Rennen der Serie und generell in unserem Sport. Wir sollten dem genauso vehement entgegentreten, wie dem Doping. Für mich ist es dasselbe, eben Betrug.
Nun geht es zur Xterra- WM auf Maui (25.10. www.xterraplanet.com). Dann werde ich zum Saisonabschluß Ende November bei einem weiteren Ironman antreten, wenn sich mein Rücken weiterhin gut erholt. Dieses Rennen bietet dann bereits die Qualifikationschance für die Ironman-WM Hawaii 2010. Mehr dazu gibt es in Kürze...
Danke an alle meine Sponsoren, Unterstützer und Freunde für die lieben emails und den Support. Danke!
Tommy xxx
DNF (did not finish) - Ironman Hawaii and back-pain
It´s tough to digest a DNF at the most important race of the year. But it was a decision which I did make and this because of different reasons. Just before Hawaii I ad to undergo a surgery, which was going well. But such an impact on a body wants to be digested, even if it is endoscopic.
There were only two months in between Hawaii and the surgery. I am used to pain in my back meanwhile and in my preparations it was going well. In the race, after having a good swim I got some troubles on the bike, never felt comfortable throughout the whole bike-leg. I had pain in my glutes, into my left leg and on the back itself where the surgery had taken place.
Even with this kind of situations I can deal. When I got of the bike after 6:05 hours I had the feeling that there is now power in my legs anymore. But I started the run and reached Alií Drive soon. Just before I had heard from our friend from Roth that Yvonne had severe technical problems on the bike with her gears and was struggling muscular after riding 112 miles in her three biggest gears. Looked like a „perfect“ day for us!
And this didn´t support my mental side dealing with 25 miles to go and backpain like hell.....! The marathon in an Ironman is a question of your head. Pain is a side-effect you have to deal with in a 9-hour-lasting extreme-endurance-event. It´s always was to handle form e with will-power and mental strength.
But at that moment the knd of pain I had didn´t seem like you should just push it away and go on. I had thoughts about my health, not just as an athlete, went through my head. It was the first time after a while that I had listened to signals. This was part of the lesson for me. To give more in in training, be less harder to myself there.
As I said it hurts to have a DNF at the most important race of the year. Also because I probably would have won the Hawaiian Double backwards. (best athlete after Kona with a 10:16 hours). But I won´t look back. I learned from that race more than from some of the super-smooth ones.
What I have to mention: The Ironman Hawaii has changed a lot in teh last few years. What really cocerns me is the wreckless drafting in the amateurs-race, especially further in the front. But I would not blame it on the referees. They try to handle the athletes, but it starts with responsibility for yourself to keep the rules. A decision everybody first makes within him-/herself.
But let me get more concrete. If there is an ex-cycling-Pro from Vorarlberg/Austria racing in the amateurs, he should at least know the rules. Overtaking me after 70 miles and a gap after the swim of 8 minutes to jump into the next group ahead which is four lanes wide and 6 deep (no stage-race at Ironman Hawaii...) to end up cramping at T2 and the same bike-split as the best female Pro, does not show big sportsmanship nor talent. At least the group got a 4minute-penalty after intervention of the guys riding behind them (including me). Too less unfortunately, it should be 8 minutes. It is not a big thing to run the marathon after a ride like that. As I said honesty starts within yourself. It is generally a problem that developed its own dynamic already. A problem that occurs more and more in the Ironman-series and also in our whole sport. We should handle it as strict as doping. For me it ist he same, it´s cheating!
Now I am at the Xterra-Worlds on Maui (25.10. www.xterraplanet.com) and then we will head to another Ironman to close the season if my back improves like it seems to do now. This race would give me the chance to qualify for Ironman-WM Hawaii 2010.
Thanks for the support from all my sponsors, my friends and family and all the nice emails
Tommy xxx
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Hawaii, October 8th 2009
Und wieder heißt es ALOHA...(English below)
Gedanken zur Vorbereitung, den Hindernissen, den Besonderheiten meines 8. Ironman Hawaii-Rennens und dem 5.Start im Hawaiian Double... (Medieninfos unten...)
Als ich 1999 meinen ersten Ironman in Florida absolvierte, ging ich nicht an die Startlinie, um durchzukommen. Ich wollte unbedingt da hin, wo alle guten Athleten irgendwann hinpilgern. Zum heiligen Gral, zum Wimbledon des Triathlon, zum Super-Bowl des Multisports.....
Dementsprechend ging ich damals das Rennen an...forsch...und nach einer soliden Schwimm-und Radleistung und einer guten ersten Marathon-Hälfte, ging mir dann auch der Saft aus (ich hatte zu wenig getrunken) und ich musste 1km gehend absolvieren (was für eine Schmach damals für mich :-) ).
Doch ich hatte mich endgültig infiziert und nun richtete ich alles auf dieses Ziel aus...Endlich nach Hawaii...! Es folgten zahlreiche Ironman in Kalifornien, Schweiz, Deutschland, immer knapp daneben.
Und dann im Mai 2002 auf Lanzarote konnte ich mir endlich den heißbegehrten Slot abholen. Nun konnte ich endlich da hin, wo alle meine großen Idole sein würden. Mark Allen, Thomas Hellriegel, Peter Reid, Lothar Leder und Luc van Lierde....! Seitdem ist viel passiert: Erfolge bei mittlerweile 20 Ironman-Rennen, Amateur-Streckenrekorde, 7 Starts auf Hawaii, davon 4 mal auch beim Xterra auf Maui im sogenannten „Hawaiian-Double“ (Doppelwertung Ironman Hawaii/Xterra Maui) mit einem Sieg der Doppelwertung als erster Österreicher 2006. Und eines Tages überholte ich sogar Lothar in einem Ironman...:-).
Vieles hat sich verändert, doch was immer gleich geblieben ist: meine Faszination für dieses Rennen und diese Insel. Ein Ort mit einer magischen Energie vor der ich große Ehrfurcht habe.
Als ich dann 2007 meine Lebensgefährtin Yvonne van Vlerken kennen lernte, traf ich dann auf eine der talentiertesten Frauen für die Ironman-Distanz, die ich jemals gesehen hatte. Ich versuchte Yvonne alles mitzugeben, was ich mir über die Jahre an Wissen und Erfahrung im Ironman angeeignet hatte. Wie effektiv sie es umzusetzen wusste, sah man bald an den Weltklasse-Resultaten, einer Weltbestzeit und dem Vizeweltmeistertitel.
Nun geschah eine langsame Metamorphose und es fand ein Lernprozess statt. Früher war ich immer der Mittelpunkt gewesen, der der egoistisch sein konnte mit dem Grund ein wichtiges Rennen, den Ironman Hawaii, machen zu müssen. Nun wurde ich zum Bezugspunkt einer Ausnahme-Athletin und bin nun nicht mehr nur hier als derjenige, der seinen 8.Ironman Hawaii macht. Ich darf Teil eines Teams sein, gemeinsam mit Mark Allen und Mario Huys bin ich immer für Yvonne da. Das gibt mir sehr viel. Speziell deswegen weil ich an sie glaube und daran, dass sie hier auf Hawaii gewinnen wird. Vielleicht nicht dieses Jahr, oder vielleicht schon...auf jeden Fall aber irgendwann.
Viele Leute fragten mich dieses mal ob ich am Samstag auch starten würde? Zunächst ärgerte es mich, denn ich bin ein Vollblut-Athlet und die meinten wirklich ich würde zum Zuschauen herkommen? Dann wurde es amüsant und ich hinterfragte die Frage...: Am Samstag werde ich wieder mit meiner vollen Leidenschaft und wohlvorbereitet an die Startlinie gehen (habe in Lake Tahoe nicht Urlaub gemacht auf der Höhe). Auch wenn ich dazu über viele Hürden klettern musste, die meine Gesundheit (Rücken) mir in den letzten beiden Jahren in den Weg stellte.
Was anders sein wird, ist, dass ich dieses mal darauf vertraue, dass mein Herz groß genug ist, um für zwei zu schlagen. Ich werde mit meinem Herzen auch bei Yvonne sein.
Ich habe dann nach der Schlacht am Samstag genau 362 Stunden um mich auf die nächste WM vorzubereiten. Fast ein Luxus, denn bei meinem letzten Double-Start lagen zwischen dem Ironman Hawaii und dem Xterra Maui nur 8 Tage.
Danke für alle positive Gedanken, nicht nur für mich.....!
ALOHA Tommy xxx
Medienberichterstattung:
• Das Rennen wird am Samstag den 10.Oktober ab 6.30 Uhr Ortszeit/ 18.30 Uhr MEZ live im internet auf www.ironman.com übertragen.
• Der Amerikanische Sender UNIVERSAL SPORTS überträgt das Rennen diesesmal LIVE (!) im Fernsehen, europäische Seher, die diesen Sender nicht empfangen können, haben alternativ die Chance die Übertragung im Internet anzusehen: http://www.universalsports.com/mediaPlayer/media.dbml?id=371913&catid=-2&sid=13056&db_oem_id=23000
• ARD Sportschau live ab 13:45 Uhr am 11. Oktober 2009 ca. 15.30 Uhr MEZ
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And again it´s ALOHA...
Some thoughts on my preparation, the hurdles, the specialties of my 8th Ironman Hawaii-race and the 5th Hawaiian Double...
When I started my first Ironman in 1999 in Florida I wasn´t there to finish. I wanted to get where all the good ones travel: to the holy grale, the Wimbledon of Triathlon, the Super-Bowl of Multisports.....
According to that I hit the road hard...after a solid Swim and bike and a strong first half-marathon I ran low on fuel (dehydrated) and had to walk for a 1km to catch myself (what a shame form e at that time :-) )
But I got the virus and from that moment on everything was tuned on getting there...Finally getting to Hawaii...! So I tried it in California, Switzerland, Germany, always missed it just by a few minutes. And then in May 2002 on Lanzarote I got my slot, the slot I would have died to get for. Now I could go where all my sports-idols are: Mark Allen, Thomas Hellriegel, Peter Reid, Lothar Leder and Luc van Lierde....!
Since then much has happened: Success at meanwhile 20 Ironman-races, Amateur-course-records, 7 Starts on Hawaii, of which 4 times also on Maui at the Xterra in the „Hawaiian-Double“ (combined results Ironman Hawaii/Xterra Maui) with a victory in the amateurs in 2006 as the first Austrian. And someday I even got Lothar (Leder) in an Ironman... :-).
Lots have changed since then, but what one stayed the same: my fascination for this race and this magical island. A place with strong vibes and deep impact if somebody allows it.
When I met my beloved partner Yvonne van Vlerken in 2007, I discovered one of the most talented athletes there are on the Ironman-distance among the women. I tried to share everything I had to share with her, everything I had experienced over the years, the knowledge that I had gathered. And she knew how to turn it over into world-class-results, a world-record and a Runner-up-finish in Kona. A slow metamorphosis happened and also a learning-process. I had always been the center-point, selfish, as I had the excuse that I have to do that important race, the Ironman Hawaii.
Now I suddenly became the mentor for an extra-ordinary athlete and I am not just the one who races his 8th Ironman Hawaii. I am allowed to be part of a team, with Mark Allen and Mario Huys, that is always there for Yvonne. I draw a lot from that.
Especially because I believe in her and in the fact that she will win Hawaii. Maybe not this year, maybe even exactly this year already....but anyway sometimes in the future.
Many people asked me if I will race on Saturday. What do these people think of? First I was angry inside if somebody asked that during this race-week. Do they really believe I come here to watch the race...? Then it got funny for me and I started to look behind the question to get an answer...:
On Saturday I will be at the start-line with my full enthusiasm and very well prepared. (I didn´t make a holiday on altitude in Lake Tahoe). Even if I had to get over some hurdles (thanks to my doctors and my therapists for the great job) which by health (back) put in my way. What will be different is that my heart is now big enough to beat for two. It will also beat for Yvonne on that day.
After Saturday´s battle I will have exactly 362 hours to get ready for the next World Championship. Luxury if I look at my last Double in 2006. We had only 8 days to get ready again.....
Thank you all for the positive thoughts, not just on me...!
ALOHA Tommy xxx
Media-Coverage:
• The race will be covered live on Saturday October 10th from 6.30 am PST/ 6.30pm MET on www.ironman.com.
• The US-channel UNIVERSAL SPORTS will cover the race LIVE (!) on TV for the first time. European fans will be able to watch it on the internet if the channel can´t be received via satelite: http://www.universalsports.com/mediaPlayer/media.dbml?id=371913&catid=-2&sid=13056&db_oem_id=23000
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